Arbeitskleidung: Die Trends 2019

Nachhaltiges Design mit Logo und Lässigkeit

Ildikò Erhard

Arbeitskleidung in Trendfarben? Aktuelle Designs, die trotzdem nachhaltig sind? Und Workwear, die bei Gefahr Alarm schlägt? Unsere Designerin Ildikó Erhard erklärt, welche Berufskleidungs-Trends im neuen Jahr 2019 wichtig sind – und wie die Zukunft der Berufskleidung aussehen könnte. 

Seit über 20 Jahren begleitet Ildikó Erhard die Entwicklung der CWS-boco-Berufsbekleidung für ganz verschiedene Branchen. Von Schutzausrüstung, die ihre Funktionen langfristig erhält, über gepflegte Business Fashion bis hin zu modernen Workwear-Kollektionen für Handwerk und Industrie – Ildikó Erhard hat zahlreiche Kollektionen mitentwickelt.

„Wir haben immer ein offenes Auge und verfolgen, wohin sich der Markt bewegt. Für mich ist es spannend, zu beobachten, wie sich der Zeitgeist auch in so etwas Langlebiges wie Berufskleidung einschleicht, oft inspiriert durch Entwicklungen in der Mode, Architektur, Kunst und Lebensart. All das beeinflusst die aktuellen Trends und somit indirekt auch die Erwartungen unserer Kunden“, sagt die Designerin.

Workwear-Trend 1: Der Look ist entscheidend

Die wichtigste Erwartung ist ganz klar: Funktionalität. „Doch viele Kunden wollen jetzt mehr als das. Neben all den Funktionen, die eine gute Arbeitskleidung erfüllen muss – genug Taschen, reflektierendes Material, Kniepolster etc. – steht bei vielen Kunden auch immer mehr das Thema ‚Look‘ im Vordergrund: Die Kleidung soll die eigene Firma bewerben, zum Beispiel über Logos und Corporate Design. Sie soll modern und professionell aussehen und so zeigen, dass auch das eigene Unternehmen immer auf dem neuesten Stand ist“, so Ildikó Erhard.

„Auch die eigentlichen Träger der Berufskleidung werden in puncto Design immer anspruchsvoller“, erklärt sie. „Die Arbeitskleidung soll so aussehen, dass man sie auch in der Freizeit tragen würde, daher zeichnen sich moderne Designs durch eine gewisse Lässigkeit aus. Das ist ein Trend, der sich schon in den letzten Jahren abgezeichnet hat: Man möchte Berufskleidung auch mit Stolz tragen.“

Mann in boco Workwear bei der Arbeit

Workwear-Trend 2: Nicht-Farben und Akzente

Ein Designaspekt, der jedem sofort ins Auge fällt, ist die Farbe. Ganz klassisch: Der Blaumann, der den Beruf des Trägers schon allein durch seine Farbgebung erahnen lässt. „Farben spielen bei der Arbeitskleidung eine große Rolle. Hier geht der Trend ganz klar zu ‚weniger ist mehr‘“, sagt lldikó Erhard. „Wir arbeiten seit einiger Zeit verstärkt mit Nicht-Farben wie Grau, Anthrazit und Schwarz. So können wir leuchtende Farben als unaufdringlichen Akzent nutzen. Oder umgekehrt: Durch Akzente in neutralen Farben werden die Linienführung und die Passform des Artikels herausgestellt. Das Ergebnis ist ein Look, der das Logo des jeweiligen Unternehmens betont und richtig cool wirkt.“

Workwear-Trend 3: Schlanker Schnitt statt Workwear-Zelt

Handwerker in boco Workwear
Dezente Farben und schlanker Schnitt liegen im Trend

Doch mit einem modernen Look ist es noch lange nicht getan: „Komfort und Tragegefühl stehen jetzt absolut im Fokus“, sagt Ildikó Erhard voraus. „Keiner ist mehr gerne im großräumigen Outfit unterwegs. Die eher kastenförmigen Blaumänner haben bei vielen Kunden ausgedient. Im Trend liegt ganz klar Arbeitskleidung mit schlanker Passform.“

Eine besondere Herausforderung in der Entwicklung der Schnittmuster: „Beweglichkeit ist gerade im Handwerk zentral. Ein schlank geschnittenes Outfit muss es dem Träger ja trotzdem ermöglichen, seinen Job zu machen. Daher setzen wir auf dehnbare Materialien und Stretcheinsätze. Und auf ausführliche Tests“, führt sie aus.

Workwear-Trend 4: Nachhaltigkeit: Arbeitskleidung mit gutem Gewissen

„Seit Jahren unterstützt CWS-boco das Thema Fairtrade – wir bieten zum Beispiel die Cotton Line an, die auf fair produzierte Baumwolle setzt“, bemerkt Ildikó Erhard. „Nachhaltig, umwelt- und sozialbewusst möchten sich auch unsere Kunden darstellen. Daher wählen sie unsere Fairtrade Kollektionen.“ Die Designerin ist davon überzeugt, dass der Trend hin zu nachhaltigen Produkten auch 2019 nicht abreißt.

Berufskleidung mit Fairtrade Logo
Berufskleidung mit Fairtrade Logo

„Neben Fairtrade ist auch die Langlebigkeit der Textilien wichtig, damit nicht ständig etwas auf dem Müll landet.“ Der Mietservice von CWS-boco hat das bereits im Programm, denn durch die professionelle Pflege in der Wäscherei wird lieber repariert als weggeworfen. Eine weitere Herausforderung bei der Entwicklung: „Wir gestalten langlebige Kollektionen im Mietservice, das heißt sie müssen auch mittelfristig schön anzusehen sein und modern wirken. Das ist eine Herausforderung, die uns immer wieder kreativ werden lässt“, sagt Ildikó Erhard.

Workwear-Design: Der Blick in die Zukunft

Auch über 2019 hinaus ist das Design-Team bei CWS-boco auf der Spur aktueller Trends. „Smart Textiles – intelligente Textilien – sind ein großes Zukunftsthema“, prophezeit Ildikó Erhard. „Wir sind an vielen Fragen dran: Welche Innovationen können wir in unsere Produkte hineintragen? Wo werden smarte Textilien gebraucht?

Beispiel PSA: Hier kann ich mir vorstellen, dass die Kleidung Alarm schlägt, zum bevor eine Chemikalie die Schutzausrüstung durchdringt, wenn die Vitalwerte des Trägers in Gefahrenzonen zu stark abweichen oder die Raumtremperatur stark ansteigt. Es viele interessante, für den Arbeitsalltag Schutz bietende Informationen, die die smarten Textilien an den Träger – oder sogar darüber hinaus – kommunizieren können. Wir testen, was Sinn macht und entwickeln Kleidung, die einen echten Vorteil bringt.“

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